Systematische Homöopathie nach Sankaran (Bombay-Methode)

Bei dieser Methode handelt es sich um einer Weiterentwicklung der klassischen Homöopathie, die von Dr. Rajan Sankaran (geb. 1960) entwickelt wurde.

Hier steht nicht mehr die Erstellung einer möglichst lückenlosen Faktensammlung im Vordergrund, sondern es  geht besonders darum,  wie jemand sich und seine Beschwerden darstellt und zwar in  seiner Wortwahl, in der Art der Schilderung und nicht zuletzt in seiner Gestik.

Die systematische Homöopathie, auch Bombay-Methode  genannt,  ist eine Weiterentwicklung der klassischen Homöopathie, die von Dr. Rajan Sankaran ( geb. 1960) entwickelt wurde.  Die Gesetze, die uns Samuel Hahnemann hinterlassen hat, werden konsequent umgesetzt.

Dr. Rajan Sankaran hat die Homöopathie praktisch mit der Muttermilch aufgenommen. Sein Vater, ein bekannter Arzt in Indien, führte seinen Sohn von Kindheit an in die Homöopathie ein, indem er ihm die Symptome  der einzelnen Arzneimittelbilder abfragte. Deshalb verfügte Rajan Sankaran schon in jungen Jahren über ein sehr umfangreiches Wissen der Materia Medica, dem Grundstock der Homöopathie.

Der § 3 des Organon zusammengefasst: Was ist das Heilende an der Krankheit? Es geht nicht nur darum,  die pathologischen Symptome wegzubekommen. Die Symptome, welcher Art auch immer, sind nur der Ausdruck der Erscheinung der Krankheit. Wir suchen nach der Vitalempfindung, die hinter allen Krankheitszeichen steckt. Sie muss entdeckt werden und durch eine ähnliche Arznei zum Schweigen gebracht werden.

Wir suchen die Vitale Empfindung des Menschen. Es ist die gemeinsame Empfindung, die Gemüt und Körper miteinander verbindet. Sie ist die tiefste Empfindung, die uns zugänglich ist und sie begleitet uns von der Wiege bis zur Bahre. Hauptansatzpunkt ist die Hauptbeschwerde des Patienten. Durch eine spezielle Fragetechnik wird der Patient zu der Vital Empfindung geführt. Entscheidend ist hier nicht mehr allein die genaue Erfassung der Symptome des einzelnen Menschen, sondern die Art  wie jemand seine Beschwerden darstellt. Jeder benutzt für das gleiche Ding andere Worte und Gesten und diese führen uns direkt zum Heilmittel. Zur Veranschaulichung sei ein Beispiel genannt: Ein Objekt ist „schwarz“,  „groß“ und „bewegt sich“ – jeder hat seine ihm eigene Vorstellung – für den Einen ist dies eine Wolke, ein Anderer sagt Elefant, für den Dritten ist es eine  Dampflokomotive, usw...

Deshalb ist es ganz besonders wichtig, die eigenen Worte des Patienten zu erfassen und sich von der körperlichen Hauptbeschwerde über die verschiedenen  Ebenen zur Vital-Empfindung führen zu lassen.

Die Heilmittel, die uns direkt von der Vital Empfindung gezeigt werden sind in den  verschiedenen Königreichen  zu finden.

 Es gibt das Königreich der Pflanzen – hier spricht die Quelle emotional, die Personen sind von vielen Dingen beeinflusst und reagieren auf äußere Einflüsse bzw. sich passen sich an, wie z.B. Ich war entsetzt; ich leide furchtbar unter der Kälte; ich kann es nicht ertragen; weine vor Freude;  dass es so etwas  schönes gibt.

Das Königreich der Mineralien – hier spricht die Quelle als Struktur; Unvollständig;  da stimmt etwas nicht mit mir; es liegt in der Person, wie z.B. es war ein Gewinn/Verlust; mir fehlt etwas; ich brauche ich;  ich fühle mich nicht vollwertig; ich könnte was verlieren.

Das Königreich der Tiere  - hier spricht die Quelle als Lebens-Überlebens-Kampf;  um Leben oder Tod; ich gegen den Anderen; wer überlebt den Kampf; es geht um das Überleben; der Andere ist das Problem, wie z.B. Ich bin das Opfer meiner Beschwerden; die Energie dominiert mich; er ärgert mich; ich bin als Sieger hervorgegangen;  er behandelt mich gemein.

Man kann schon bei diesen paar Ausführungen erkennen, dass wir von der Vitalempfindung in ganz andere Richtungen, im Hinblick auf das Heilmittel geführt werden, allein indem wir genau die Worte, die der Patient benutzt, berücksichtigen.