Baunscheidt

Die Baunscheidt-Therapie wird auch die Akupunktur des Westens genannt.

Seit ewigen Zeiten hat man schon versucht, den von Schmerzen gepeinigten Kranken durch Hautreizung Linderung zu verschaffen und die Wurzel des Übels durch die Haut zu beeinflussen.

Der Arzt Christoph Wilhelm Hufeland (1762 – 1836) schrieb:“ Wir müssen unsere Haut nicht bloß als einen gleichgültigen Mantel gegen Regen und Sonnenschein betrachten, sondern als eines der wichtigsten Organe unseres Körpers, ohne dessen unaufhörliche Tätigkeit und Gangbarkeit weder Gesundheit noch langes Leben bestehen kann. Die Haut ist das größte Reinigungsmittel unseres Körpers. Unaufhörlich verdunstet durch Millionen kleiner Gefäße auf eine unbemerkbare Weise eine Menge verdorbener, abgenutzter und verbrauchter Teile. Diese Absonderung ist mit unserem Leben und Blutumlauf unzertrennlich verbunden und durch sie wird unserem Körper bei weitem der größte Teil alles Verdorbenen entzogen“.

Carl Baunscheidt (1809 – 1873) ist der Begründer, der nach ihm genannten Baunscheidt-Therapie. 
Er war auch der Erfinder der Brustmilchpumpe und war durch die rheumatischen Schmerzen seiner rechten Hand bei Herstellung dieser Pumpen eingeschränkt. Eines Abends, es muss ein schwüler Sommertag gewesen sein, sodass sehr viele stechfreudige Mücken umherschwirrten, ließ er die Mücken, nach vielen vergeblichen Abwehrversuchen, gewähren.

Kurz nach dem Mückenangriff stellte er fest, dass die Schmerzen seiner rheumatischen Hand verschwunden waren. Er stellte also fest, dass die vielen Stiche in seiner Hand  das Rheuma an die Oberfläche brachten und er geheilt war. Da er  Mechaniker war, sann er darüber nach, wie man diesen Effekt künstlich erzeugen könnte.

Carl Baunscheidt konstruierte ein Gerät, mit  dem  viele Nadeln  in die Haut geschnellt werden, dem sogenannten Lebenswecker. Außerdem entwickelte er ein spezielles Öl, das Baunscheidt-Öl, dass nach der sogenannten “ Stichelung „ aufgetragen wird, umso auch den Juckreiz künstlich zu entwickeln.

Was ist Baunscheidtieren?

Es werden kleine, spitze Nadeln in das zu behandelnde Areal gestochen. Durch das Erreichen der einzelnen Hautschichten werden Strukturen angesprochen, die einen Reiz weiterleiten. Diese Reizung kann sich sowohl auf das willkürliche als auch unwillkürliche Nervensystem auswirken.

Baunscheidtieren wirkt:

v Durchblutungssteigernd

v Schmerzdämpfend

v Tonusregulierend (Entspannend)

v Über die Nervenbahnen

Die Baunscheidt Behandlung zeigt eindeutig, dass der Energieschub den Stoffwechsel anregt. Es verbessern sich Schmerzustände, die durch mangelnde Energie, Mangeldurchblutung und Muskelverhärtungen hervorgerufen werden.

Indikationen

v Schmerzen durch degenerative Veränderungen des Bewegungsapparates                     

v Neuralgische Beschwerden und Schmerzen

v Allgemeine Infektanfälligkeit und chronische Infekte

v Akute und chronische Entzündungen z.B. chron. Harnwegsinfekte

v Im Bauchbereich bei: Reizmagen („nervöse“ Gastritis), Magenschwäche, chronische Obstipation (Verstopfung), Reizkolon (Reizdarm)

v Psychische Erkrankungen z.B. klimaterische Depressionen, Melancholie

v Schwindel und Ohrensausen z.B. Tinnitus

v Arthrosen

v Wirbelsäulenerkrankungen ( HWS-, LWS-, BWS-Syndrom, Skoliose)

v Ischialgie (Ischias)

v Leber - , Galleerkrankungen  (Schlafstörungen ; Erhöhung der Leberentgiftung

v Blasenerkrankungen

v Migräne

v Erkrankungen des Kniegelenkes

v Bluthochdruck

v Schilddrüsenerkrankungen

v Durchblutungsstörungen der Beine 

v Darmerkrankungen